Unsere Obsthöfe umgeben den Ort Ödinghausen in der schönen Gemeinde Nümbrecht im Bergischen Land. In der unmittelbaren Umgebung befinden sich der Nümbrechter Aussichtsturm, der 21. Bergische Streifzug ("Klangpfad") und der Bergische Panoramasteig. Rund 200 Obstbäume gestalten hier die Landschaft auf einer Fläche von mehr als vier Hektar, hinzu kommen die Obstbäume von benachbarten Familien. Zur Blütezeit bietet sich dann in und um Ödinghausen ein Anblick, der uns jedes Jahr erneut begeistert.
In den letzten 30 Jahren sind rund 150 hochstämmige Obstbäume, die besonders wertvoll für die Biodiversität sind, von uns nachgepflanzt worden. Wir ersetzen dadurch Verluste, die durch das Erreichen der natürlichen Altersgrenze, durch Stürme, Trockenheit und Wühlmausdruck entstanden sind. Zudem erweitern wir die Streuobstwiesen, um die Flächen dieser Biotope, die zu den artenreichsten Europas gehören, zu vergrößern. Und zu guter Letzt ergänzen wir unsere Sortensammlung durch weitere, alte Obstsorten, um die Vielfalt zu fördern.
Wir sind stolz, für unsere Arbeit vom NABU NRW als "Vorbildlicher Streuobstbestand" zertifiziert und ausgezeichnet worden zu sein.
Geschmacklich unübertroffen und kräftig im Aroma sind nach wie vor die alten Sorten. Sie sind naturbelassen, häufig außergewöhnlich lange lagerfähig und allergikerfreundlich.
Hier eine Auswahl der von uns kultivierten Sorten:
Apfel: Bergische Schafsnase, Berlepsch, Bohnapfel, Schöner von Boskoop, Roter Boskoop, Doppelter Luxemburger, Elstar, Goldparmäne, Holsteiner Cox, Idared, Jakob Lebel, Jakob Fischer, Königlicher Kurzstiel, Ontario, Rheinischer Krummstiel, Roter Morgenstern, Rote Sternrenette, Schneiderapfel, Weißer Klarapfel, Winterrambur, Kaiser Wilhelm, Zuccalmaglios Renette.
Birne: Bergamotte, Gräfin von Paris, Gute Luise, Köstliche von Charneux, Martinsbirne, Winterblutbirne.
Kirsche: Burlatkirsche, Büttners Rote Knorpelkirsche, Große Schwarze Knorpel.
Pflaume und Mirabelle: Lindlarer Blaue Pflaume, Ontariopflaume, Mirabelle von Nancy.
Zwetschge: Bühler Frühzwetschge, Hauszwetschge, Hanita, Hanka, Katinka, The Czar, Wangenheimer Frühzwetschge, Blaue und Rote Kirschpflaume.
Quitte: Konstantinopler Apfelquitte und Birnenquitte Bereczki.
Weitere Obstsorten: Brombeere, Jostabeere, Rote Johannisbeere, Schwarze Johannisbeere und Mispel.
Unsere Familie freut sich jedes Jahr auf die Erntezeit. Für einige Wochen und Monate stehen unsere Wochenenden dann auf dem Kopf. Erst heißt es: "Planen, Planen, Planen", dann "Ernten, was das Zeug hält"!
Lange vorher im Blick: Das Wetter mit seinen Frühjahrskapriolen, die Temperaturen, die Aktivitäten der Bienen und die daraus resultierende Entwicklung der Obstblüte. So mancher Sonntagsspaziergang führt dann mit kritischem Blick über die Obsthöfe. Sobald zu Herbstbeginn eine erste vorsichtige Prognose möglich ist und Familie Weber von der Weber Fruchtsaftkelterei in Nümbrecht-Lindscheid den Beginn der Obstannahme festgelegt hat, teilen wir dem Freundeskreis die voraussichtlichen Erntedaten mit. Dann kann jede und jeder schauen, wann sie oder er bei der Ernte dabei sein mag, und wir planen konkret die Einsätze.
Wenn es dann losgeht, ernten wir sowohl Tafelobst als auch Fallobst: Das Tafelobst wird von Hand oder mit einem Pflückkorb gepflückt, einzeln begutachtet und, wenn es tadellos in Ordnung ist, in Obststiegen kühl eingelagert. Beim Fallobst werden im ersten Schritt sehr gut erhaltene Früchte von der Wiese aufgesammelt, anschließend werden die Bäume geschüttelt, wobei das Obst auf große Planen fällt. Von dort wandert es nach einem kurzen Qualitätscheck in Eimer, auf den Traktoranhänger und anschließend zu Familie Weber, um daraus den gehaltvollen, 100-prozentigen Direktsaft herstellen zu lassen. Stets belassen wir einige Äpfel und Birnen für Vögel und Insekten am Baum, und über das Obst, das nicht aufgesammelt wird, freuen sich auch Hasen, Igel und Rehe.
Die Ernte an den rund 200 Obstbäumen bedeutet viel Arbeit, vor allem aber viel Freude, denn hier wird echte Gemeinschaft gelebt: Es wird viel erzählt, gelacht, Hand in Hand mitangepackt, an der großen Tafel gemeinsam Pause gemacht, Gemüsesuppe und Obstkuchen gegessen, Apfelsaft getrunken und die frische Luft genossen. Als Lohn gibt es neben dem wohlschmeckenden Weber Apfelsaft noch so manchen Muskelkater gratis dazu. ;-)
Wir sind Gründungsmitglied und Erzeuger der SoLawi Oberberg (Solidarische Landwirtschaft Oberberg e.V.). Eine tolle, zukunftsweisende Sache: Alle, die Mitglieder sind, können hier wöchentlich frische, regionale und saisonale Lebensmittel bekommen, die ökologisch erzeugt wurden. Ein Einstieg ist bei freien Modulen jederzeit möglich. Schau mal vorbei!
Von uns kommen Äpfel, Zwetschgen, Mirabellen und Birnen sowie der gute, naturtrübe Weber Apfelsaft, dem auch unsere Äpfel seinen köstlichen Geschmack geben.
Für den kleinen Bedarf haben wir bei uns in Ödinghausen sowohl vor dem Haus, als auch an der Hauptstraße (Ödinghauser Straße), jeweils ein Verkaufshäuschen stehen, an dem du mit Bargeld oder per PayPal Freunde (an tiefimwald[at]web.de) einkaufen kannst.
Hier bekommst du direkt von uns und solange der Vorrat reicht ein wechselndes Angebot:
Wenn du persönlich informiert werden möchtest, wann es mit weiteren Obstsorten losgeht und ob wir an besonderen Tagen einen größeren Verkauf anbieten, dann schreibe uns gerne eine Nachricht.
Zu guter Letzt: Wir sind happy, wenn einige der leeren Saftflaschen und Marmeladen- und Honiggläser den Weg zu uns zurückfinden und wieder in den Kreislauf aufgenommen werden können.
Hier findest du unsere Lieblingswanderung in der Region zum Thema Obstwiesen. Sie führt entlang einer Vielzahl von Streuobstwiesen. Unsere Obsthöfe sind natürlich auch dabei. Es geht auf Wiesen- und Feldwegen durch Ödinghausen, Malzhagen und Distelkamp. Wunderschöne Fernblicke wechseln sich ab mit urigen Fachwerkhöfen, die eingebettet sind in ihre alten Streuobstgürtel. Am schönsten ist die Strecke zu wandern zur Blütezeit im Frühjahr und wenn die reifen Äpfel in den Bäumen leuchten.
Du bist auf einer Wanderung rund um das schöne Nümbrecht? Nimm dir eine Flasche Apfelsaft als Erfrischung mit oder kehre am Wochenende im nahegelegenen Café "Fuchs und Igel" am Nümbrechter Aussichtsturm ein.
Inhaberin Bettina kocht und backt köstlich, und in der Saison von Frühling bis zur Winterpause im Café gibt es Obstkuchen mit Rhabarber, Äpfeln, Birnen und Pflaumen aus Ödinghausen.
Lass es dir schmecken!
Ebenfalls nah dabei: Historischer Ortskern Nümbrecht mit Schlosskirche und Kurpark, Schloss Homburg mit Heimatmuseum des Oberbergischen Kreises, Bergischer Streifzug Nr. 21 ("Klangpfad") und Bergischer Panoramasteig.